Dünnbettheizmatten mit geringer Aufbauhöhe
30 Juli
Für viele Eigenheimbesitzer stellen Fußbodenheizungen, eine passende Alternative zur herkömmlichen Heizung dar. Fußbodenheizungen sind heutzutage meist nicht nur einfach zu installieren, sondern passen unter fast jeden möglichen Bodenbelag, weswegen sie vielfältig einsetzbar sind.
Verlegung auch unter Holzfußböden
Sehr flache Heizmatten, auch Dünnbettheizmatten genannt, eignen sich unter anderem für die Verlegung unter Holzfußböden, wie Laminat. Früher war es meist komplizierter Holzfußböden mit einer Fußbodenheizung auszustatten.
Spezielle Dünnbettheizmatten mit feinen Elektroheizkabeln werden mit einer Aufbauhöhe von nur 0,3 Zentimetern angeboten und eignen sich so zur Verlegung unter praktische jedem Fußbodenbelag. Diese Heizmatten können auch für die meisten Untergründe verwendet werden, wie beispielsweise Steinbodenbeläge, Keramikbodenbeläge, Holzdielen, Estrich, Spanplatten oder Kunststoffbeläge. Moderne Systeme sind manchmal sogar für Feuchträume ausgelegt. Diese Fußbodenheizungen können auch im Badezimmer neben der Dusche oder in der Sauna eingebaut werden.
Die Trockenverlegung von Fußbodenheizungen
Bei der Trockenverlegung einer Fußbodenheizung erfolgt die nötige Rohrverlegung auf speziellen Matten mit Noppen, in den Rillen von Wärmedämmplatten oder ähnlichen Baumaterialien. Bei der Trockenverlegung wird allerdings kein Heizestrich direkt über die Rohre gegossen. Stattdessen werden die verlegten Rohrschleifen der Fußbodenheizung mit entsprechenden Trockenbauplatten abgedeckt. Dafür können zum Beispiel Glasfaserplatten oder Holzspanplatten verwendet werden. Durch die Vorgehensweise können sich die Rohre relativ ungehindert ausdehnen und auch die Montage erfolgt bei der Trockenverlegung einer Fußbodenheizung schneller. Dabei muss aber beachtet werden, dass wegen der Trockenverlegung eine höhere Vorlauftemperatur für die Heizung notwendig ist. Das rührt daher, dass die Wärmeleitfähigkeit von Heizestrich höher ist.
Über die Rohre können bei der Trockenverlegung, genauso wie bei der Nassverlegung, Leitbleche aus Aluminium gelegt werden, die die Wärmeleitfähigkeit und die Wärmeverteilung im Fußboden verbessern.
Die kontrollierte Aufheizung von Estrich
Bevor und währen der Estrich beim Aufbau der Fußbodenheizung verlegt wird, müssen durch die verantwortlichen Handwerker protokollierte Dichtheitsprüfungen der Heizkreise durchgeführt werden.
Ist der Heizestrich verlegt, muss er kontrolliert aufgeheizt werden bevor ein entsprechender Bodenbelag, wie zum Beispiel Teppichboden, Parkett, Linoleum oder Laminat, aufgebracht werden kann. Je nach Estrich sind dabei unterschiedliche Wartezeiten einzuhalten, bei Zementestrich beispielsweise drei Wochen und bei Anhydritestrich eine Woche. Die Vorlauftemperatur der Heizkreise der Fußbodenheizung muss dafür meist drei Tage lang ca. 25 Grad Celsius betragen und daraufhin die maximale Vorlauftemperatur für vier Tage. Dieser Vorgang des Aufheizens vom Estrich muss in einem so genannten Aufheizprotokoll festgehalten werden. Fließestrich und Schnellbinder erfordern wiederum andere Wartezeiten, weswegen immer die Herstellerangaben befolgt werden sollten.