Fliesen legen

Das Verlegen von Fliesen

30 Juli

Fliesen als BodenbelagVor dem Fliesen legen lohnt es sich, einen entsprechenden Plan anzufertigen, um unangenehmen Überraschung vorzubeugen. Auf diese Weise kann man auch sicherstellen, dass die Ecken und Kanten fachgerecht gefliest werden.

Beschaffenheit des Untergrunds

Die Beschaffenheit des Untergrunds spielt beim Fliesen legen natürlich eine große Rolle. Gegebenenfalls muss der Boden vorbehandelt werden, vielfach ist eine Begradigung nötig und außerdem sollten noch die Saugfähigkeit und die Tragfähigkeit des Untergrunds geprüft werden. Des Weiteren müssen unterschiedliche Faktoren beachtet werden, etwa ob eine Fußbodenheizung unter den Fliesen verlegt werden soll oder ob die Fliesen für den Innenbereich oder den Außenbereich bestimmt sind. Entsprechend dieser und anderer Kriterien müssen Fliesen und Mörtel ausgesucht werden.

Werkzeuge und Hilfsmittel

Nachdem die genannten Punkte abgehandelt sind, sollten das passende Werkzeug und die benötigten Hilfsmittel zusammengetragen werden. Damit die Fliesen für Ränder, Ecken und Kannten gekürzt werden können, wird ein Fliesenschneider benötigt. Für unterschiedliche Materialien und Belastungen der Fliesen, gibt es im Fachhandel die passenden Fliesenkleber. Eine Imprägnierung der Fliesen gewährleistet eine gut Oberflächenversiegelung und ein Verlegeplan sorgt für die nötige Übersicht.

Fliesen verlegen

In der Regel wird der Bereich, der gefliest werden soll, symmetrisch aufgeteilt. Auf diese Weise erhalten die Fliesen ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zueinander, wofür zusätzlich Fliesenkreuze eingesetzt werden können. Die Fliesenkreuze gewährleisten, dass die Fugen zwischen den Fliesen gleich breit sind.
Ist alles vorbereitet, sollte für die erste Reihe, die gefliest werden soll, der Fliesenkleber aufgetragen werden. Dabei sollte genau auf die Verarbeitungszeit des Klebers geachtet werden, da er sonst aushärtet, bevor die Fliesen aufgelegt wurden. Wenn die ersten Fliesen verlegt sind, wird wieder Fliesenkleber aufgetragen und die Arbeitsschritte werden wieder von neuem durchgeführt bis die gewünschte Fläche gefliest ist. Nach der Reinigung empfiehlt es sich, die Fliesen zu imprägnieren, damit die Oberfläche der Fliesen stabiler ist und nicht nach kurzer Zeit abgenutzt aussehen.

Bodenbelag in Feuchträumen

Für Feuchträume geeignete Bodenbeläge

feuchtraumFeuchträume stellen natürlich erhöhte Anforderungen an den jeweils verlegten Bodenbelag. In vielen Fällen werden deshalb strapazierfähige Naturbodenbeläge oder naturnahe Bodenbeläge verwendet, die Wasser gut vertragen und leicht zu reinigen sind.
Für den Einsatz als Fußbodenbelag in Feuchträumen eignen sich verschiedenste Werkstoffe, wie Granit, Steinzeug und Marmor. Auch die Verwendung von Keramikfliesen oder Kunststoffbodenbelägen, wie zum Beispiel PVC oder Linoleum, ist natürlich möglich. Die Kunststoffbodenbeläge werden vielfach eingesetzt, wenn das Verlegen von Fliesen wegen des Untergrunds problematisch ist. Kunststoffbodenbeläge werden von den Händlern in unzähligen Designs angeboten. Diese Bodenbeläge eignen sich gut für Feuchträume, da sie über einen hohen Feuchtigkeitsschutz und eine hohe Belastbarkeit verfügen.

Der Werkstoff Kork

Der Werkstoff Kork ist besonders vorteilhaft als Bodenbelag, wenn in einem bestimmten Raum ein natürliches Erscheinungsbild erzeugt werden soll, zum Beispiel im Badezimmer. Für den Einsatz in Feuchträumen muss Kork allerdings so behandelt und imprägniert werden, dass Wasser und hohe Luftfeuchtigkeit dem Fußbodenbelag nicht schaden. Ansonsten würde der Korkboden einem hohen Verschleiß unterliegen und müsste frühzeitig durch einen anderen Bodenbelag ausgetauscht werden. Die meisten Menschen empfinden Kork außerdem als äußerst angenehm in der Nutzung, was vermutlich mit den positiven Dämpfungseigenschaften und dem natürlichen Ursprung des Baumaterials zusammenhängt.
Von der Nutzung von Holzböden in Feuchträumen ist eher abzuraten, da die Widerstandsfähigkeit des Holzes oftmals nicht gewährleistet werden kann, wenn es regelmäßig mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Um dennoch eine Holzoptik zu erreichen, wird stattdessen vielfach Laminatboden verlegt. Das Laminat muss allerdings fachgerecht verlegt werden und die Durchführung einer regelmäßigen Imprägnierung ist ebenfalls notwendig.

Betonwerkstein verlegen

Die Verlegung von Betonwerkstein

Bei der Verlegung von Betonwerkstein sollten verschiedene Faktoren unbedingt beachtet werden, zum Beispiel dass die Bodenbeläge nach dem Verlegen keine Unebenheiten oder Risse aufweisen und dauerhaft mit dem jeweiligen Untergrund verbunden sind.
Damit diese Anforderungen erfüllt werden können, muss insbesondere die beim Einbau entstehende Formänderung des Betonwerksteins berücksichtigt werden. Dabei gilt es sämtliche Konstruktionen so auszuführen, dass zu erwartende Verformungen des Betonwerksteins nicht behindert werden. Diese nicht zu verhindernden Verformungen des Verlegemörtels und der Bodenbeläge sind noch über einen langen Zeitraum möglich und entstehen beispielsweise durch das Quellen des Mörtels und Temperaturunterschiede.

Die Verlegung von Linoleum

Es gibt einiges zu beachten

Bei der Verlegung von Linoleum gibt es einiges zu beachten. Aus diesem Grund sollte man Spezialisten, mit den nötigen handwerklichen Fähigkeiten, beauftragen.

Der Untergrund

Für Linoleum ist es wichtig, dass der Untergrund eben, fest, trocken und rissfrei ist.
Besteht der Untergrund aus Gussasphalt, grundiertem Estrich oder einem ähnlichen Untergrund, so muss man bei der Verwendung von Dispersionsklebstoffen gespachtelt werden.

Bevor der Bodenbelag verlegt werden kann, sollte er etwa 24h locker aufgerollt im jeweiligen Raum gelagert werden, um sich zu akklimatisieren.
Beim Verlegen darf die Unterbodentemperatur nicht unter 15°C und die Raumtemperatur nicht unter 18°C liegen.

Vor allem bei häufiger Nassreinigung müssen die Nähte mit der Hilfe eines Schmelzdrahts abgedichtet werden. Dieser Arbeitsgang erfolgt erst nach Abbinden des Klebstoffs, also in der Regel frühstens 48h nach der Verlegung des Linoleumbodens.