Teppichfliesen

Diverse Vorteile gegenüber anderen Bodenbelägen

30 Juli

Teppichfliesen sind in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in Mode gekommen, sind mit der Zeit aber wieder weitestgehend vom Markt verschwunden. Teppichfliesen verfügen allerdings über diverse Vorteile gegenüber anderen Bodenbelägen, was vermutlich maßgeblich dazu beigetragen hat, dass diese besonderen Fliesen wieder häufiger produziert und verkauft werden.

Genau wie Teppich oder Teppichboden, erzeugen Teppichfliesen ein angenehmes Laufgefühl. Des Weiteren geht zum Beispiel Geschirr, das herunter fällt, nicht so schnell zu Bruch. Die Fliesen werden in der Regel in den gleichen Varianten angeboten, wie Teppichböden, meistens in Größen bis zu 500 mal 50o Millimeter. Die Fliesen werden einzeln verlegt, was leicht von der Hand geht und eine Unterseite aus Bitumen, Latex oder Gummi verhindert ein verrutschen.

Schnell austauschbar

Einer der größten Vorteile der Teppichfliesen ist, dass sie schnell einzeln ausgetauscht werden können, z.B. wenn sie stark verschmutzt oder beschädigt sind. Es bietet sich an einige Fliesen auf Vorrat zu kaufen, um den Bodenbelag bei Bedarf sofort ausbessern zu können, zu dem hat man dann auch keine Probleme, wenn die Fliese nicht mehr im Handel erhältlich ist. Des Weiteren können die Teppichfliesen wieder aufgenommen und anderer Stelle neu verlegt werden.

Verschiedene Arten von Teppichen

Textile Bodenbeläge

Teppiche sind textile Bodenbeläge. Laut DIN ISO 2424 sind es Erzeugnisse mit einer Nutzschicht aus textilen Faserstoffen, die im Allgemeinen zum Belegen des Fußbodens benutzt werden. Für unterschiedliche Anwendungsbereiche sind auch verschiedene Arten von Teppichböden erhältlich.

Teppichboden:
Als Teppichboden bezeichnet man in der Regel einen textilen Bodenbelag, der den kompletten Boden eines Raumes bedeckt. Diese Teppiche werden auch als Auslegeware bezeichnet.

Teppich:
Unter einem Teppich versteht man einen textilen Bodenbelag mit festgelegter Form und Abmessung.

Läufer:
Ein Läufer ist ein langer und schmaler Teppich, der oft in Fluren zu finden ist. Diese Art wird häufig auf sogenannten „Laufstraßen“ gelegt.

Teppichfliesen:
Als Teppichfliesen bezeichnet man textile Bodenbeläge, die als zusammengesetzte Module den Fußboden eines Raumes bedecken.

Daneben gibt es weitere Einteilungsmöglichkeiten für Teppiche, unter anderem:

Die Herstellungsverfahren:
Webverfahren
Tufting
Nadelvlies
Flockverfahren
Knüpfverfahren

Art der Oberflächenkonstruktion:
Polteppich
Flachteppich

Das Material der Nutzschicht:
Naturfasern
Chemiefasern

Das Einsatzgebiet:
Privatbereiche
Geschäftsbereiche

Teppiche, Läufer oder auch Vorleger sind an den Rändern oft eingefasst oder auch gekettelt und werden oft auch als Sekundärbeläge bezeichnet.

Alle haben mit Allergien zu kämpfen, doch knapp vor 100 Jahren wurden Allergien hingestellt als eine übersteigerte Reaktion des Organismus auf bestimmte Stoffe, die nur in der Umwelt vorkommen. Heutzutage sind Allergien sehr natürlich, eine auslösende Wirkung wurde bei über 20.000 Stoffen bzw. Substanzen bemerkt. Jeder dritte Europäer zeigt Anzeichen von Allergien: Das zeigt sich an tränenden Augen, laufender Nase, kratzendem Hals oder einer stark geröteten Haut. Die Allergien werden ausgelöst durch Metalle, Waschpulver, spezielle Nahrungsmittel oder auch Blütenpollen.

Am einfachsten wäre es natürlich, wenn man die allergie auslösenden Stoffe von Anfang an meidet, doch dies ist unmöglich. Deshalb kam man auf die Idee, Matratzen oder Oberbetten, die Allergien auslösten, mit entsprechenden Schutzbezügen auszustatten. Staubfänger, die auch in Pflanzen oder offenen Regalen vorkommen, lösen bei Hausstaub-Allergiker auch die schlimmsten Allergien aus.

Laut Ermittlung der Europäischen Lungenstudie steigt die Zahl der Menschen, die chronisch an Asthma erkranken an, da die Feuchtigkeit in Wohnräumen oder die Schimmelbildung in Wohnungen stark zunimmt.

In diversen Foren haben die Menschen die üblichen Parkett- und Laminatböden getestet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Parkett-und Laminatböden ganz im Gegensatz zum herkömmlichen Teppichboden keine Allergien begünstigen. Andere Menschen waren wiederum der Meinung, dass Teppiche besser als Parkett-und Laminatböden sind und keinerlei Allergien begünstigt haben.

Erst seit kurzem haben sich die Meinungen wieder geändert, als bekannt wurde, dass es Teppiche für Allergiker gibt, die allerdings mit einem entsprechenden TÜV-Siegel „Für Allergiker“ gekennzeichnet wurden. Diese Teppiche sind vollkommen emissionsfrei.

Bei einem Teppich liegt der Vorteil, dass der Staub nicht aufgewirbelt wird, sondern im Teppich bleibt. So können diese allergieauslösenden Partikel nicht mehr eingeatmet werden. Renommierte und ortsansässige Teppichbodenhersteller bieten diesen Teppich mit dem Siegel „ Für Allergiker“ an. Der Kunde hat die Möglichkeit, zwischen ansprechenden Designs, modernen Farben und interessanten Strukturen auszuwählen. Einige Teppichbodenhersteller bieten auf ihren Webseiten eine Vorauswahl in den eignen vier Wänden an: So können Kunden sich beispielsweise virtuell den jeweiligen Bodenbelag im Raum verlegen lassen, um zu schauen, wie dies aussieht.

Allergiker sollten ebenso auf einen Staubsauger bestehen, der das gleiche Siegel wie der Teppich trägt. Dieser Staubsauger sollte dann auch mit einem entsprechenden Mikrofilter und einem rotierenden Bürstvorsatz bestückt sein.
.

Der Berber-Teppich wird zwar in Ländern wie Tunesien, Marokko und Algerien gefertigt, unterscheidet sich jedoch vom Orientteppich durch die Verwendung eines dicken und schweren Wollgarns. Je größer die Knotenzahl des Garns, desto feiner und weicher wird auch später der Teppichboden. Die Teppiche werden auch als Naturteppiche bezeichnet, da sie aus Materialien gefertigt werden, wie sie in der Natur vorkommen.

In jedem arabischen Land werden die Teppiche anders geknüpft, beispielsweise doppelt oder dreifach. Geknüpft werden die Teppiche aus weißer und langer Schafwolle. Ursprünglich wurde die Schafwolle aus Tunesien auch in Europa verwendet. Man fand aber heraus, dass die Wolle aus Spanien, Frankreich, Nordengland, Schottland, Neuseeland und Australien für die Teppichherstellung besser geeignet war. Diese Wolle zeichnete sich durch eine höhere Elastizität aus, als die marokkanische Wolle. Auch wenn die marokkanische Wolle wesentlich billiger als die Importwolle ist, sollten Teppiche nicht aus marokkanischer Wolle gefertigt werden, da die Teppiche dann nicht mehr qualitativ hochwertig sind.

Die Teppiche erfreuen sich heutzutage großer Beliebtheit. Wurden die Teppiche früher immer handgefertigt, so werden die Teppiche heute meist industriell geknüpft. Manch einer hatte davor Angst, dass die Teppiche Allergien auslösen. Neuere Studien beweisen allerdings, dass dies keineswegs der Fall ist. Teppichböden binden den Staub und wirbeln ihn nicht auf, ganz im Gegensatz zu gewöhnlichen Bodenbelägen.

Die Berber-Teppiche sind dafür bekannt, dass sie – wie oben erwähnt – sehr elastisch und weich sind, die Wärme und den Schall dämmen und schmutzabweisend sind. Um die Schönheit des Teppichs zu erhalten, reicht einfaches staubsaugen. Einfache Flecken können leicht mit einem Schwamm und mit Seife gesäubert werden. Im Winter kann man es sich auf dem Teppich richtig gemütlich machen, auch wenn es draußen kalt ist. Ein weiterer Vorteil des Teppichs ist, dass er viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bei abfallender Luftfeuchtigkeit kann der Teppichboden die Feuchtigkeit wieder an die Raumluft abgeben. Zudem passt sich der Teppich problemlos der Innenausstattung an.

In Marokko selbst werden auch Berberteppiche mit modernen Modefarben bzw. Mustern angefertigt, in Deutschland kommen diese Teppiche jedoch nicht an. Dort wird eher auf eine spärliche Musterung wert gelegt (Natur-Braun-Töne), was dem marokkanischen Flair näher kommt.

Einige ortsansässige Teppichhäuser haben sich mit Vertragsmanufakturen zusammen geschlossen und bieten deshalb ein ganz besonderen Service an: Es können nach ihren Vorstellungen Wunschteppiche geknüpft werden.

Teppichfliesen verwendete man ursprünglich für gewerbliche Räume, doch man entdeckte, dass sie aufgrund der Flexibilität und Strapazierfähigkeit auch für den Wohnbereich geeignet waren. Sie können jederzeit wieder ausgewechselt werden, wenn sie kaputt sind oder ein Umzug bei Ihnen ansteht.

Teppichfliesen bringen neues Leben in die Wohnung und sorgen aufgrund der schönen Farbe dafür, dass sich die Menschen dort sehr wohlfühlen. Die Fliesen sind nicht schwer zu verlegen und es ergeben sich insgesamt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Teppichfliesen sind sehr langlebig aufgrund der Verarbeitung des Materials: PVC-Bitumen und Polyestervlies (Ziegenhaar). Die meisten Fliesen sind gegenüber Schmutzpartikeln und Schall äußerst widerstandsfähig. Unschöne Echo-Effekte werden somit vermieden.

Teppichfliesen aus Naturflies

Teppichfliesen aus Nadelvlies sind für Wohnbereiche geeignet, die besonders stark genutzt werden. Gut gepflegte Fliesen halten mindestens 7 Jahre.

Teppichfliesen verlegen

Teppichfliesen müssen nicht unbedingt mit dem Untergrund verklebt werden, wie das beim Verlegen des Teppichbodens der Fall ist. Die Teppichfliesen können ohne Kleber selbstlegend verlegt werden, das liegt an der Rückenbeschichtung und dem hohen Eigengewicht. Um sicher zu gehen, dass die Teppichfliesen nicht verrutschen, kann man sie notfalls mit Kleber, Haftetiketten oder Klettstreifen befestigen.

Die Fliesen sollten im Wechsel der Längs- und Querrichtung verlegt werden, wenn Sie einen Schachbretteffekt erzielen möchten. Wenn Sie stattdessen lieber eine gleichmäßige Optik der Fliesen bevorzugen, dann bitte alle Fliesen in einer Richtung verlegen.

Im Handel sind selbstliegende oder auch selbstklebende Teppichfliesen erhältlich. Die selbstliegenden Teppichfliesen haben jedoch den Vorteil, dass sie jederzeit ausgetauscht werden können – das geht bei selbstklebenden nicht so leicht. So kann man die Fliese bei einem Malheur (wenn Farbe ausläuft), jederzeit austauschen.

Man kann übrigens auch Parkettböden, Keramikfliesen oder Linoleumböden mit Teppichfliesen zusätzlich verzieren. Die Fixfliese wird mit einer bzw. mehreren Wänden ausgerichtet und auf dem Boden befestigt. Die anderen Teppichfliesen lassen sich nun durch diese Fixfliese leicht ausrichten und verlegen.

ACHTUNG!!! Die Teppichfliesen müssen erst 24 Stunden lang vor Gebrauch bei Zimmertemperatur gelagert werden.

An dieser Stelle eine kleine Beschreibung, wie man Teppichfliesen verlegt:
  • Die Position der ersten Fliesen sollte im Raum und nicht in einer Ecke sein. Experten empfehlen eine ganze Fliesenreihe mit einem doppelseitigem Klebeband zu befestigen. Zeichnen Sie sich eine Bezugslinie, eine an der Wand und die andere im rechten Winkel dazu, um die ersten Fliesenreihe zu bestimmen.
  • Legen Sie proberhalber Fliesen auf und schauen Sie ob diese auch gut passen. Befestigen Sie auf der Rückseite der Fliese das Klebeband, auf beiden Seiten. Sie befestigen die Fliesen an beiden Linien, um zwei gekreuzte Reihen zu schaffen. Die weiteren Fliesen werden lose verlegt.
  • Drehen Sie die Fliese für den Randzuschnitt um und schieben sie diese an die Wand, um eine Schnittlinie zu markieren. Legen Sie nun die Fliese auf das Schneidebrett und trennen Sie mit Hilfe eines Lineals den Rücken auf.
  • Jetzt können Sie die Fliese durchbrechen und den oberen Stoff durchschneiden.  Sie sollten nun die Fliese so drehen, dass diese mit der Schnittkante zur Wand zeigt (achten Sie auf die Verlegerichtung).
  • Nun wird die Sockelleiste aus Aluminium montiert. Befestigen Sie rote Clips an den Kabeln ihrer Hifi-Anlage. Wenn Sie nachträglich Kabel verlegen möchten, kann die Deckplatte auch jederzeit wieder entfernt werden.
  • Die Sockelleisten sollten entsprechend gekürzt werden, bevor diese aufgesteckt werden. Dies kann beispielsweise mit einer Säge geschehen. Bei Edelstahlleisten sollten Sie darauf verzichten diese zu zersägen, da die Schnittkanten nicht sauber genug sind und optisch nicht gut aussehen.
  • Die Innen- und Außenecken können aufgeschoben werden, sobald die Leisten aufgesteckt wurden. Die Fugen und verlegten Kabel sind durch die Leiste nicht mehr zu sehen- das ist auch gut so. Die Wand ist ebenso vor dem Staubsauger geschützt.
Nachteile von Teppichfliesen

Regelmäßiges Staubsaugen ist also erforderlich, um den Befall durch Milben oder Schimmel zu verhindern. Wenn Sie eine Fußbodenheizung haben, sollten Sie darauf achten, dass die Teppichfliesen dafür geeignet sind. Die Teppichfliesen werden sonst spröde oder verziehen sich in ihrer Form.

Reinigung der Teppichfliesen

Die Teppichfliesen müssen regelmäßig gereinigt werden, da sie eine Art Teppichboden sind. Trotz alledem sind die Teppichfliesen nicht so pflegebedürftig wie herkömmliche, hochflorige Teppichböden. Flecken, Schlamm, Straßenstaub oder Regenwasser ist nicht weiter tragisch, die Teppichfliesen lassen sich davon nicht groß beeindrucken.