Fußbodenheizungen unter Parkett

Fußbodenheizungen und Parkettböden kombinieren

30 Juli

fussbodenheizung-parkettObwohl Holz ein weniger guter Wärmeleiter ist kann eine elektrische Fußbodenheizung in Kombination mit Parkett verwendet werden. Zu beachten ist dabei allerdings, dass Holz arbeitet, weswegen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im entsprechenden Raum möglichst konstant gehalten werden sollten.

Die jeweilige Holzfeuchte ist bei der Wahl eines Parkettbodens besonders wichtig, wenn eine Fußbodenheizung darunter verlegt werden soll. Ist dies der Fall, sollte die Holzfeuchte deutlich unter zehn Prozent liegen, damit später keine Fugen und Risse im Bodenbelag entstehen. Neben der Feuchte des Holz, spielt auch die Holzart eine Rolle. Die Holzsorten Buche und Ahorn beispielsweise, sollen bis zu dreimal schneller arbeiten als andere Hölzer, wodurch die Bildung von Fugen begünstigt wird. In extremen Fällen kann sich Parkett aus diesem Holz vom Estrich ablösen, wenn größere Temperaturschwankungen auftreten sollten. Das kann zum Beispiel beim Einschalten und Ausschalten der Heizung der Fall sein. Aus diesem Grund eignen sich für Parkettboden insbesondere heimische Holzarten wie Kirsche, Nussbaum und Eiche. Verschiedene exotische Hölzer, wie Olivenholz oder Bambus haben ebenfalls vorteilhafte Eigenschaften als Holzbodenbelag.

Parketthölzer

Unterschiedliche Holzarten für Parkettboden

parkettbodenZu den populärsten Holzsorten, die für Parkett verwendet werden, zählen die traditionellen europäischen Holzarten Ahorn, Nussbaum, Buche, Kirsche und Eiche. Letztendlich kommt es natürlich darauf an, was der Käufer bevorzugt, beispielsweise dunkle Holzarten im Allgemeinen oder auch geräuchertes oder antikes Holz. Manche Kunden legen auch Wert auf Parkettboden aus tropischen Holzarten, wie Teak oder Mahagoni, wobei allerdings oftmals die Rodung der Hölzer im Widerspruch zum Naturschutz steht. Auf Parketthölzer aus dem Regenwald sollte daher im Zweifelsfall verzichtet werden, da viele geeignete Alternativen zur Wahl stehen.

Frau beim putzenBei der Reinigung von Parkett sollten einige Aspekte beachtet werden, beispielsweise sollte nicht zu viel Wasser zum Einsatz kommen. Um das Parkett mit wenig oder sogar ohne zusätzliches Wasser vom Schmutz zu befreien, können spezielle Reiniger für Parkettböden verwendet werden. Diese Reinigungsmittel trocknen sehr schnell, wodurch eine unnötig hohe Feuchtigkeit und somit ein Quellen des Holzbodens verhindert wird.

Staubsauger

Grober Schmutz und Staub können in der Regel aufgesaugt oder weggefegt werden, wohingegen manche Flecken einer besonderen Behandlung bedürfen. Besondere Staubsauger, die für das ausklopfen von Teppichböden konzipiert wurden, sollten nicht in Kombination mit Parkettboden verwendet werden. Durch die klopfenden Bewegungen des Staubsaugers, könnte der Holzfußboden beschädigt werden. Allerdings sollten auch bei herkömmlichen Saugern die Rollen oder eventuell vorhandenen Kanten begutachtet werden, um unschöne Kratzer im Parkett zu verhindern.

nicht zu viel Wasser

Wie Laminat, sollte auch Parkett nicht mit Reinigungsmittel behandelt werden, die Schleifkörper enthalten. Die Verwendung von Scheuermitteln würde in den meisten Fällen zu einem verkratzen des Holzes führen, wobei Parkettboden ansonsten äußerst widerstandsfähig ist.

Reinigungsspiritus und Wasser, zu gleichen teilen gemischt, kann vielerlei Flecken von Holzfußböden entfernen. Lauwarmes Wasser mit Essigreiniger oder Spülmittel kann in einigen Fällen auch schon weiterhelfen, wobei wieder zu beachten gilt, nicht zu viel Wasser zu benutzen. Zur Sicherheit sollten diese Reinigungsmethoden allerdings, vor ihrem großflächigen Einsatz, an unauffälliger Stelle getestet werden. Spezielle Tücher verhindern, dass beim Wischen des Holzbodens Rückstände auf dem Parkett verbleiben.

Die Unterschiede beim Parkett

Die unterschiedlichen Ausführungen

Heute ist Parkett in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Je nach Geschmack und Einsatzbereich kann zwischen Massivparkett oder Fertigparkett gewählt werden.

Massivholzparkett

Als besonders hochwertig gilt Massivholzparkett. Egal ob Stab-, Lamellen-, Tafel- oder Mosaikparkett, diese Bodenbeläge können in der Regel auf jedem ebenen, festen und trockenen Untergrund verlegt werden. Sind starke Beanspruchungsspuren zu sehen, kann die obere Schicht des Bodenbelags Abgeschliffen werden und das Parkett erstrahlt im neuen -alten Glanz.

Fertigparkett

Unter Fertigparkett versteht man massives oder auch mehrschichtiges Parkett mit fertig behandelter Oberfläche. Mehrschichtparkett besteht, im Gegensatz zum massiven Fertigparkett, aus mindestens zwei Schichten. Eine weitere Variante ist Parkett mit Klicksystem. Dieser Boden wird nicht verklebt und es besteht nur die oberste Schicht, von etwa 2 mm, aus Holz. Unter der Holzschicht befinden sich eine Träger- und eine Absperrschicht, die fest miteinander verleimt und verpresst sind.
Die Vorteile von solchen Parkettelementen sind, dass sie relativ formstabil und einfach zu verlegen sind. Außerdem lassen sie sich austauschen und beim Umzugs mitnehmen. Mehrschichtiges Fertigparkett kann nicht, wie Massivparkett, abgeschliffen werden.

Verlegemuster von Parkettböden

Typische Verlegemuster von Parkett

Ein Parkettboden besteht aus vielen kleinen Holzstücken, die auf unterschiedliche Weise verlegt werden können. Zu den typischen Verlegemustern von Parkett zählen beispielsweise:

Fischgräten →
Bei diesem Muster stehen die Enden der Parketthölzer im rechten Winkel zueinander, so dass ein V entsteht. Der Boden hat eine klare Richtung und wirkt dynamisch.

Fischgräten Verlegemuster

Würfel Verlegemuster

← Würfelmuster
Beim Würfelmuster werden mehrere kleine Parketthölzer zu einem Quadrat zusammengelegt. Die Hölzer sind Länger als Breit, so können es zum Beispiel fünf Hölzer sein, die nebeneinander so Breit sind wie eines Lang. Diese Würfel werden dann abwechselnd mit längs und quer ausgerichteten Hölzern verlegt. Das Würfelmuster kann auch diagonal verlegt werden.


Schiffsboden / regelmäßiger Verband →
Bei diesem Muster liegen die Hölzer längs hintereinander und mit einem Versatz nebeneinander.
Bei einem Schiffsboden entsteht wenig Verschnitt, was sich natürlich positiv auf den Preis auswirkt.

Schiffsboden im regelmaessigen Verband

Flechtmuster

← Flechtmuster
Das Flechtmuster erinnert an einen geflochtenen Korb. Hier umschließen jeweils drei gleiche Parkettriemchen diagonal ein kleines Quadrat von allen vier Seiten.


altdeutscher Verband / gerader Verband mit Querstäben →
Bei diesem Muster werden zwei horizontal angeordnete und gleich lange Parketthölzer von einem vertikal verlaufenden Parketthölzchen begrenzt. Die vertikal verlegten Parketthölzer sind hier in der Regel doppelt so breit wie die horizontal verlegten.

Verlegemuster Altdeutscher-Verband

Fertigparkett

Fertigparkett als Bodenbelag

Fertigparkett als BodenbelagFertigparkett besteht aus mehreren Schichten, die miteinander verklebt sind. Die Nutzschicht von Fertigparkett wird in den meisten Fällen aus aus Massivholz bzw. Hartholz hergestellt.

Beim Fertigparkett ist die Nutzschicht in der Regel zwei bis vier Millimeter dick und mit einer Trägerplatte aus einem Nadelholz verbunden. Unter der Trägerplatte können sich unterschiedliche Schichten befinden, wie zum Beispiel eine Trittschalldämmung.

Wenn Fertigparkett schwimmend verlegt wird, wird meistens ein Parkett mit so genanntem Klick-System verwendet. Durch das einfache Klick-System wird es möglich, komplette Räume schnell und effektiv mit dem gewünschten Bodenbelag auslegen zu können. Ein Fertigparkettboden mit Klick-System verfügt ab Werk über eine entsprechende Oberflächenbehandlung, weshalb der Boden unmittelbar nach dem Verlegen betreten werden kann. Auf Grund der Klick-Verbindung ist es leicht den Parkettboden wieder aufzunehmen und an anderer Stelle wieder auszulegen, der Bodenbelag kann also mehrfach genutzt werden.
Gegenüber dem klassischen Massivparkett hat Fertigparkett den Vorteil, dass es zum Beispiel als Landhausdiele oder Schiffsboden verlegt werden kann, was natürlich wesentlich schneller geht, als die Verlegung von vielen kleinen Stäben.