Nassverlegung der Fußbodenheizung

guter Wärmeübergang zum Fußboden

30 Juli

Bei der so genannten Nassverlegung einer Fußbodenheizung werden die Rohre der Heizung mit herkömmlichem Estrich, Anhydritestrich oder Zementestrich übergossen. Die Rohre der Fußbodenheizung liegen dabei in der Regel auf Trägerrosten oder Noppenmatten. Befestigt und gesichert werden die Heizungsrohre meist mit geeigneten Schellen oder Rohrclips.

Heizestrich

Durch die direkte Berührung von Heizungsrohren mit dem verwendeten Estrich wird ein sehr guter Wärmeübergang zum Fußboden erzielt. Für die Nassverlegung werden dem Estrich spezielle Zusatzstoffe beigemengt. Nach dieser Behandlung wird der Estrich auch als Heizestrich bezeichnet. Der Heizestrich muss die Rohre vollständig umschließen, wozu meist eine Materialstärke zwischen vier und sieben Zentimeter benötigt wird. Wegen dem Durchfluss von Warmwasser und Kaltwasser muss damit gerechnet werden, dass sich die Heizungsrohre unterschiedlich ausdehnen. Aus diesem Grund müssen im Estrich an den Rohrbögen so genannte Polsterungen angebracht werden. So kann kostspieligen Rohrbrüchen vorgesorgt werden. Wegen der Ausdehnung des Estrichs, müssen in größeren Räumen auch Dehnungsfugen eingearbeitet werden.

Bodenbelag auf der Fußbodenheizung

Anschaffung einer Fußbodenheizung

Plant man die Anschaffung einer Fußbodenheizung oder auch die Erneuerung eines Bodens, der auf einem Heizestrich verlegt werden soll, gibt es einiges zu beachten.
Nicht jeder Bodenbelag ist auf die Nutzung mit einer Fußbodenheizung, gemäß DIN 4725 und DIN 44576, ausgelegt. In der Regel findet man auf der Verpackung von Bodenbelägen, die für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet sind, ein entsprechendes Piktogramm, mit einer geschlängelten Linie über der drei Pfeile sind, die nach oben zeigen.

Eine große Rolle für die Effizienz der Heizung spielen vor allem das Material und die Materialstärke des Bodenbelags. Bei einem dickeren Bodenbelag ist auch der Wärmedurchlasswiderstand höher. Je niedriger dieser Wärmedurchlasswiderstand ausfällt, desto günstiger ist es für die Wärmeabgabe.

Bei den verschiedenen Materialien zeigen sich auch Unterschiede in der Wärmeleitfähigkeit, je größer dieser Wert, desto besser kann die Wärme durch den Bodenbelag hindurch.