Dünnbettheizmatten

Dünnbettheizmatten mit geringer Aufbauhöhe

30 Juli

Für viele Eigenheimbesitzer stellen Fußbodenheizungen, eine passende Alternative zur herkömmlichen Heizung dar. Fußbodenheizungen sind heutzutage meist nicht nur einfach zu installieren, sondern passen unter fast jeden möglichen Bodenbelag, weswegen sie vielfältig einsetzbar sind.

Verlegung auch unter Holzfußböden

Sehr flache Heizmatten, auch Dünnbettheizmatten genannt, eignen sich unter anderem für die Verlegung unter Holzfußböden, wie Laminat. Früher war es meist komplizierter Holzfußböden mit einer Fußbodenheizung auszustatten.
Spezielle Dünnbettheizmatten mit feinen Elektroheizkabeln werden mit einer Aufbauhöhe von nur 0,3 Zentimetern angeboten und eignen sich so zur Verlegung unter praktische jedem Fußbodenbelag. Diese Heizmatten können auch für die meisten Untergründe verwendet werden, wie beispielsweise Steinbodenbeläge, Keramikbodenbeläge, Holzdielen, Estrich, Spanplatten oder Kunststoffbeläge. Moderne Systeme sind manchmal sogar für Feuchträume ausgelegt. Diese Fußbodenheizungen können auch im Badezimmer neben der Dusche oder in der Sauna eingebaut werden.

Fußbodenheizungen unter Parkett

Fußbodenheizungen und Parkettböden kombinieren

fussbodenheizung-parkettObwohl Holz ein weniger guter Wärmeleiter ist kann eine elektrische Fußbodenheizung in Kombination mit Parkett verwendet werden. Zu beachten ist dabei allerdings, dass Holz arbeitet, weswegen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im entsprechenden Raum möglichst konstant gehalten werden sollten.

Die jeweilige Holzfeuchte ist bei der Wahl eines Parkettbodens besonders wichtig, wenn eine Fußbodenheizung darunter verlegt werden soll. Ist dies der Fall, sollte die Holzfeuchte deutlich unter zehn Prozent liegen, damit später keine Fugen und Risse im Bodenbelag entstehen. Neben der Feuchte des Holz, spielt auch die Holzart eine Rolle. Die Holzsorten Buche und Ahorn beispielsweise, sollen bis zu dreimal schneller arbeiten als andere Hölzer, wodurch die Bildung von Fugen begünstigt wird. In extremen Fällen kann sich Parkett aus diesem Holz vom Estrich ablösen, wenn größere Temperaturschwankungen auftreten sollten. Das kann zum Beispiel beim Einschalten und Ausschalten der Heizung der Fall sein. Aus diesem Grund eignen sich für Parkettboden insbesondere heimische Holzarten wie Kirsche, Nussbaum und Eiche. Verschiedene exotische Hölzer, wie Olivenholz oder Bambus haben ebenfalls vorteilhafte Eigenschaften als Holzbodenbelag.

Estrich aufheizen

Die kontrollierte Aufheizung von Estrich

estrichbodenBevor und währen der Estrich beim Aufbau der Fußbodenheizung verlegt wird, müssen durch die verantwortlichen Handwerker protokollierte Dichtheitsprüfungen der Heizkreise durchgeführt werden.

Ist der Heizestrich verlegt, muss er kontrolliert aufgeheizt werden bevor ein entsprechender Bodenbelag, wie zum Beispiel Teppichboden, Parkett, Linoleum oder Laminat, aufgebracht werden kann. Je nach Estrich sind dabei unterschiedliche Wartezeiten einzuhalten, bei Zementestrich beispielsweise drei Wochen und bei Anhydritestrich eine Woche. Die Vorlauftemperatur der Heizkreise der Fußbodenheizung muss dafür meist drei Tage lang ca. 25 Grad Celsius betragen und daraufhin die maximale Vorlauftemperatur für vier Tage. Dieser Vorgang des Aufheizens vom Estrich muss in einem so genannten Aufheizprotokoll festgehalten werden. Fließestrich und Schnellbinder erfordern wiederum andere Wartezeiten, weswegen immer die Herstellerangaben befolgt werden sollten.

Trockenverlegung der Fußbodenheizung

Die Trockenverlegung von Fußbodenheizungen

Bei der Trockenverlegung einer Fußbodenheizung erfolgt die nötige Rohrverlegung auf speziellen Matten mit Noppen, in den Rillen von Wärmedämmplatten oder ähnlichen Baumaterialien. Bei der Trockenverlegung wird allerdings kein Heizestrich direkt über die Rohre gegossen. Stattdessen werden die verlegten Rohrschleifen der Fußbodenheizung mit entsprechenden Trockenbauplatten abgedeckt. Dafür können zum Beispiel Glasfaserplatten oder Holzspanplatten verwendet werden. Durch die Vorgehensweise können sich die Rohre relativ ungehindert ausdehnen und auch die Montage erfolgt bei der Trockenverlegung einer Fußbodenheizung schneller. Dabei muss aber beachtet werden, dass wegen der Trockenverlegung eine höhere Vorlauftemperatur für die Heizung notwendig ist. Das rührt daher, dass die Wärmeleitfähigkeit von Heizestrich höher ist.
Über die Rohre können bei der Trockenverlegung, genauso wie bei der Nassverlegung, Leitbleche aus Aluminium gelegt werden, die die Wärmeleitfähigkeit und die Wärmeverteilung im Fußboden verbessern.

Nassverlegung der Fußbodenheizung

guter Wärmeübergang zum Fußboden

Bei der so genannten Nassverlegung einer Fußbodenheizung werden die Rohre der Heizung mit herkömmlichem Estrich, Anhydritestrich oder Zementestrich übergossen. Die Rohre der Fußbodenheizung liegen dabei in der Regel auf Trägerrosten oder Noppenmatten. Befestigt und gesichert werden die Heizungsrohre meist mit geeigneten Schellen oder Rohrclips.

Heizestrich

Durch die direkte Berührung von Heizungsrohren mit dem verwendeten Estrich wird ein sehr guter Wärmeübergang zum Fußboden erzielt. Für die Nassverlegung werden dem Estrich spezielle Zusatzstoffe beigemengt. Nach dieser Behandlung wird der Estrich auch als Heizestrich bezeichnet. Der Heizestrich muss die Rohre vollständig umschließen, wozu meist eine Materialstärke zwischen vier und sieben Zentimeter benötigt wird. Wegen dem Durchfluss von Warmwasser und Kaltwasser muss damit gerechnet werden, dass sich die Heizungsrohre unterschiedlich ausdehnen. Aus diesem Grund müssen im Estrich an den Rohrbögen so genannte Polsterungen angebracht werden. So kann kostspieligen Rohrbrüchen vorgesorgt werden. Wegen der Ausdehnung des Estrichs, müssen in größeren Räumen auch Dehnungsfugen eingearbeitet werden.

Elektrische Fußbodenheizung

Angenehme Wärme

Elektrische Fußbodenheizungen werden, wegen diverser Vorteile, gerne in Wohnhäusern als Vollheizung eingesetzt. Diese Fußbodenheizungen erzeugen beispielsweise eine angenehme Wärme, was den Wohnkomfort deutlich erhöhen kann. Aus diesem Grund sind die Heizungen im modernen Wohnungsbau oder bei sanierten Altbauten besonders häufig anzutreffen.

Fußbodenheizungen mit unterschiedlichen Bodenbelägen kombinieren

Ein weiterer positiver Effekt der elektrischen Fußbodenheizungen ist, dass sie mit vielen unterschiedlichen Bodenbelägen kombiniert werden können. Wenn geeignete Beläge ausgewählt werden, können Fußbodenheizungen in Kombination mit Teppichböden, Fliesen, Parkett und Laminat verwendet werden. Die benötigten Baustoffe werden meistens im Baustofffachhandel angeboten. Dort finden sich in der Regel auch kompetente Berater. Diese können beispielsweise bei der Auswahl des Bodenbelags helfen und wichtige Ratschläge für den Einbau geben.

Manche Internetanbieter ermöglichen es sogar, den Plan für die gewünschte Fußbodenheizung online zu entwerfen. Vor dem Kauf sollten einige Gegebenheiten abgeklärt werden, etwa die Größe und Beschaffenheit der jeweiligen Bodenfläche sowie die vorhandene Dämmung der Räume. Große räume mit hohen Decken benötigen natürlich eine größere Heizleistung. Wichtig ist auch die Frage, ob schon eine Heizungsanlage eingesetzt wird.

Luftbefeuchter

Wenn sich antike oder besonders alt Möbelstücke in einem Raum befinden, der mit einer Fußbodenheizung ausgestattet ist, sollte ein hochwertiger Luftbefeuchter verwendet werden. Auf diese Weise werden Schäden am Holz vermieden und die Möbel verziehen sich nicht so leicht. Das Thermostat sorgt bei der elektrischen Fußbodenheizung für die nötige Temperaturregulierung. Moderne Thermostate erlauben vielfältige Einstellungen, wodurch Strom und somit Geld gespart werden kann.

Kinderfüße auf einem KorkbodenDurch moderne Techniken und Materialien ist in der heutigen Zeit möglich, Fußbodenheizungen in Kombination mit Teppich, Kork oder Laminat zu verwenden. Im Fachhandel werden spezielle Teppiche angeboten, die ausdrücklich für die Verwendung in Kombination mit elektrischen Heizungsanlagen konzipiert worden sind. Bei der Verlegung sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden, da wegen der Fußbodenheizung besondere Anforderungen an den verwendeten Klebstoff gestellt werden müssen.

Bei Kork verhält es sich genauso, wie bei dem Teppichboden. Der Kork muss für die Benutzung zusammen mit Fußbodenheizung ausgelegt sein. Zur Sicherheit sollten immer die jeweilige Herstellerangaben genauestes befolgt werden.

Bei der Kombination von Fußbodenheizungen und Laminatböden ist ebenfalls ein wärmebeständiges Laminat von größter Wichtigkeit. Durch den Dämmstoff kann es allerdings zu einer Verzögerung bei der Aufheizung des Gebäudes kommen.

Vorteile der Fußbodenheizung

Vorteile von Fußbodenheizungen

Familie spielt auf dem BodenModerne Fußbodenheizungen verfügen gegenüber anderen Heizungsanlagen über diverse Vorteile, da sie beispielsweise lediglich geringste Luftströmungen verursachen, was den Staub weniger aufwirbelt. Das kommt insbesondere Allergikern zu Gute. Des Weiteren erzeugen Fußbodenheizungen eine gleichmäßige Aufwärmung der gesamten Raumfläche, was eine behagliche Wärme hervorruft. Positiv auf die Optik, wirkt sich natürlich aus, dass bei Fußbodenheizunen keine sichtbaren Heizkörper vorhanden sind.

die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • es wird weniger Staub aufgewirbelt
  • gleichmäßiges aufwärmen der gesamenten Raumfläche
  • keine sichtbaren Heizkörper

Bodenbelag auf der Fußbodenheizung

Anschaffung einer Fußbodenheizung

Plant man die Anschaffung einer Fußbodenheizung oder auch die Erneuerung eines Bodens, der auf einem Heizestrich verlegt werden soll, gibt es einiges zu beachten.
Nicht jeder Bodenbelag ist auf die Nutzung mit einer Fußbodenheizung, gemäß DIN 4725 und DIN 44576, ausgelegt. In der Regel findet man auf der Verpackung von Bodenbelägen, die für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet sind, ein entsprechendes Piktogramm, mit einer geschlängelten Linie über der drei Pfeile sind, die nach oben zeigen.

Eine große Rolle für die Effizienz der Heizung spielen vor allem das Material und die Materialstärke des Bodenbelags. Bei einem dickeren Bodenbelag ist auch der Wärmedurchlasswiderstand höher. Je niedriger dieser Wärmedurchlasswiderstand ausfällt, desto günstiger ist es für die Wärmeabgabe.

Bei den verschiedenen Materialien zeigen sich auch Unterschiede in der Wärmeleitfähigkeit, je größer dieser Wert, desto besser kann die Wärme durch den Bodenbelag hindurch.