Quillt und schwindet auch wieder
30 Juli
Der Baustoff Holz ist hygroskopisch und somit Formveränderungen unterworfen. Je nach Feuchtegehalt der Umgebung kann Holz Feuchtigkeit aufnehmen oder abgeben.
Wie stark die Formveränderungen sein können, hängt von der Art des Bodens, der Holzart, der Faserrichtung und auch von den Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur ab.
Es ist also normal, dass ein Holzboden je nach Luftfeuchtigkeit quillt und auch wieder schwindet. Dies geschieht aber nicht gleichmäßig, die Möblierung kann beispielsweise ein gleichmäßiges Abtrocknen verhindern. Damit die Verformungen kein Problem darstellen, sollte bei der Verlegung von Holzböden eine Randfigur von mindestens 1cm belassen werden.
Die relative Luftfeuchtigkeit liegt in Wohnräumen im Jahresmittel bei ca. 50-55%. Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzbodens sollte beim Verlegen etwa 9% betragen, denn dies entspricht einer relativen Luftfeuchte von ca. 55% bei einer Wohnraumtempertur von ca.21°C.
Im Winter werden diese Werte häufig unterschritten und im Sommer überschritten, wodurch vermehrt Fugen entstehen können. Durch Luftbefeuchter und Luftentfeuchter kann man jedoch auch hier reagieren.
Unter Umständen kann auch eine Fußbodenheizung zu vermehrter Fugenbildung führen. Steigt die Oberflächentemperatur des Bodens über 26°C, sinkt die Feuchtigkeit der Oberfläche stark unter die des übrigen Raums. Dies führt zur Schrumpfung des Holzes und somit zur Fugenbildung.
Durch das schubfeste Verkleben des Holzbodens können sich Spannungen auf den Estrich übertragen, dort als Zugkraft wirken und so Risse erzeugen.
Kleine Massivholzelemente erzeugen in der Regel weniger Spannungen als große.
Damit die Garage auch optisch einen guten Eindruck macht, fliesen viele Garagenbesitzer ihre Garagenböden selbst. Bei entsprechender Abriebgruppe (IV oder V) sind sie stabil, pflegeleicht, sollten aber für außen geeignet sein. Damit Sie beim Fliesen Ihrer Garage auch garantiert nichts falsch machen, möchten wir Ihnen einige Tipps auf den Weg geben:
Vorbereitungen für das Fliesen
Zuerst sollten Sie ein Bandmaß nehmen und ihre Garage ganz genau ausmessen und danach die passenden Fliesen kaufen. Der Boden muss nun von allem Schmutz befreit werden. Nehmen Sie eine lange Aluwasserwaage und überprüfen Sie den Boden. Größere Unebenheiten werden mit einem Bodenspachtel bearbeitet, d.h. es wird eine besondere Spachtelmasse gegossen und die Masse dann so verteilt, dass der Boden in der Waage steht. Sie sollten den Boden streichen, wenn dieser komplett ausgetrocknet ist. Der Tiefengrund sorgt dafür, dass Ihr Fliesenkleber auch richtig hält. Sie sollten nun kontrollieren, ob Ihre Garagenwände gerade sind, andernfalls wird ein Seil gespannt. Dieses sollte optimal gerade gespannt sein, da dieses den Anschlag für die erste Reihe der Fliesen darstellt.
Fliesen Ihrer Autounterkunft
Nehmen Sie den Fliesenkleber und verteilen Sie mit einem Zahnspachtel den Kleber gleichmäßig für die erste Reihe Fliesen und legen diese in den Kleber. Jeweils ein Abstandhalter wird zwischen die Fliesen gesteckt, um gleichmäßige Fugen zu erhalten. Sie sollten als nächstes überprüfen, ob Ihre Fliesen in der Garage auch in der Waage liegen, andernfalls können Sie diese mit einem Gummihammer nachbearbeiten. Aber hauen Sie mit dem Gummihammer nicht zu fest auf die Fliesen, da diese leicht brechen können. Auf diese Art und Weise verlegen Sie eine Reihe nach der anderen. Der Fliesenkleber muss 24 Stunden trocknen, wenn Ihr Garagenboden zugelegt ist.
Sie nehmen nach den 24 Stunden einen großen Maurerkübel und rühren den Fugenmörtel mit dem Wasser an, indem Sie die Bohrmaschine und das Rührwerk dazu verwenden. Wenn der Fugenmörtel fertig ist, sollten Sie ihn über Ihre kompletten Fugen verteilen. Ziehen Sie nach jeder Reihe mit dem Gummiabzieher über die Fliesen und lassen den Fugenmörtel anziehen. Wischen Sie die Fliesen mit einem feuchten Schwamm sauber. Sie sollten darauf achten, ob in den Fliesenfugen Unebenheiten zu erkennen sind und gleichen diese (falls vorhanden) mit dem Schwamm aus. Sie sollten nun 24 Stunden warten, bevor Sie Ihre Fliesen zum ersten Mal betreten können.
Unser Tipp: Warten Sie noch etwas länger, damit Fliesen und Fugen genügend Zeit zum trocknen haben.