30 Juli
Eine mechanische Fliesenschneidemaschine ist nicht in der Lage alle Fliesenmaterialien zu bearbeiten, ein Elektrofliesenschneider dagegen schon. Die Fliesenschneider sind für den professionellen Einsatz perfekt geeignet und in verschiedenen Größen und Preislagen sowie guter und mittlerer Qualität erhältlich. Die Geräte sind mit einer Trennscheibe ausgestattet, für ein problemloses Arbeiten wäre aber eine geschlossene Diamantenscheibe besser geeignet. Der Häuslebauer oder Hobbyhandwerker hat ein reichhaltiges Angebot an Boden- oder Wandbelägen, wie beispielsweise Glasmosaik, Granit, Marmorbeläge, Schiefer, sowie Naturstein.
Ein manueller Fliesenschneider ist völlig ausreichend, wenn kleinere Mengen und bestimmte Fliesen beschnitten werden sollen. Das Schneiden mit dem Fliesenschneider ist sehr mühselig und anstrengend bei Räumen mit vielen Nischen und Ecken, sowie höheren Quadratmeterzahlen.
Ein Elektrofliesenschneider ist die bessere Alternative, wenn Schnitte in Sichtweite erforderlich sind oder Schiefer und Natursteinbeläge bearbeiten werden müssen. Ein handelsüblicher Winkelschneider reicht für die Bearbeitung einzelner Platten oder Fliesen aber völlig aus. Der Nachteil ist die entstehende Staubentwicklung. Aufgrund der Wasserkühlung durch die Tauchpumpe arbeiten die elektrischen Fliesenschneider völlig staubfrei.
Die Fliesenschneider unterscheiden sich technisch durch die Motor-und Schneidstärke (Winkelschnitte). Man sollte unbedingt darauf achten, dass die Trennscheiben problemlos ausgewechselt werden können und der Wasserverbrauch so gering wie möglich ist.
Eine Brückenkopfsäge ist hervorragend geeignet, um extrem lange Schnitte in Marmorplatten durchzuführen.
Fliesen sind nicht nur auf dem Boden und an der Wand schön anzusehen, sondern auch auf Möbeln, die mit kunstvoll schönen Fliesen ausgestattet worden sind. Aus einem schlichten Low Board schafft man einen wahren Augenschmaus. Dieser Artikel soll Sie darüber informieren, wie Sie Möbel mit Fliesen verschönern können.
Möbelstück aussuchen
Um ein Möbelstück auszuwählen, sollten Sie mit einfachen Formen anfangen, beispielsweise ein Holztablett oder eine quadratische Tischplatte. Wenn Sie mit den einfachen Möbelstücken bestens vertraut sind, können Sie sich an ein schwieriges Möbelstück wagen: einem Stuhl. Bei dem Stuhl müssen Sie die Fliesen häufig anpassen, was natürlich viel mehr Arbeit und einen höheren Materialverbrauch zur Folge hat.
Fliesen arrangieren
Damit auch später alles passt, sollten die Fliesen erstmal zur Probe auf dem Möbelstück ausgelegt werden. Dann können Sie direkt feststellen, ob die Farben mit dem Möbelstück harmonieren und ob die Größe in Ordnung ist. Wenn dem nicht so ist, müssen Sie die einzelnen Fliesen mit einem Fliesenschneider zuschneiden. Ritzen Sie also eine Fliese mit dem Schneider an und zerteilen diese. Bei Mosaikfliesen kann man auch eine spezielle Fliesenzange verwenden.
Fliesen verlegen
Den Fliesenkleber tragen Sie mit einem Zahnspachtel gleichmäßig auf. Aufpassen: Der Kleber härtet sehr schnell aus, deshalb bestreichen Sie nur soviel Fläche, wie Sie für die Fliesenverlegung brauchen und nicht mehr. Die Fliesen drücken Sie nun in das Klebebett. Sollten Sie Mosaikfliesen verlegen, so sollten Sie diese mit einem kleinen Brett ausrichten. Größere Ungenauigkeiten können Sie schnell beseitigen, solange die Klebfläche noch feucht und nicht angetrocknet ist.
Polieren und Verfugen
Wenn der Fliesenkleber fest geworden ist, sollte man Handschuhe anziehen um mit dem Verfugen anzufangen. Den Mörtel mischen Sie nach Anleitung, mit dem Gummiabzieher wischen Sie den Mörtel in die Fugen. Damit die Fuge auch komplett ausgefüllt wird, sollten Sie diagonal zur Fuge vorgehen. Mit einem feuchten Schwamm können Sie überschüssigen Mörtel beseitigen. Warten Sie 1/4 Stunde ab, bis der Mörtel getrocknet ist und polieren Sie die Fliesen mit einem weichen Baumwolltuch. Geschafft, das erste mit Fliesen verschönerte Möbelstück haben Sie fertiggestellt.