30 Juli

Bei Fliesen kommt es immer darauf an, ob diese kratzfest sind, Wasser gut aufnehmen können, rutschfest, abriebfest oder auch frostbeständig sind. Ebenso ist die Ritzhärte genauso ausschlaggebend.

Hier in diesem Artikel werden die Materialeigenschaften für Fliesen wie Steingutfliesen, Natursteinfliesen, Steinzeugfliesen, Cottofliesen und Feinsteinzeug genauer erörtert, da diese sehr wichtig sind, damit sich die Fliesen auch langfristig halten.

Steingutfliesen

Diese Fliesen nehmen relativ viel Wasser auf, sind porös und strapazierfähig, können aber nicht mechanisch belastet werden. Die Glasuren auf den Fliesen bieten Schutz vor Säuren und Verfleckungen. Sie sind nicht frostbeständig und können deshalb nur im Innenbereich eingesetzt werden.

Natursteinfliesen

Natursteinfliesen kann man in verschiedene Gesteinsgruppen einteilen:

Granit und Gneis ist sehr hart und rostbeständig. Diese Gesteine haben eine hohe Abriebfestigkeit, nehmen dafür aber nur sehr wenig Wasser auf. Die Steine haben zudem den Vorteil, dass sie sehr pflegeleicht sind.

Sandstein ist weniger robust, dafür aber widerstandsfähig gegen Schmutz. Der Stein ist gut spaltbar, lässt sich dafür aber nur schwer polieren.

Kalkstein ist kaum fest, kann dafür aber sehr viel Wasser aufnehmen. Da der Stein kaum fest wird, sollte man ihn vorbereiten, da die Verarbeitung sonst schwer wird.

Schiefer ist abriebfest, belastbar und nicht in der Lage Wasser aufzunehmen. Der Stein weist Eigenschaften wie Abriebfestigkeit und Belastbarkeit auf.

Basalt ist ein sehr hartes Gestein, dafür aber sehr widerstandsfähig und abriebfest.

Quarzit ist sehr hart und widerstandsfähig, muss aber wegen der Härte vorher gesägt werden.

Travertin ist leicht porös und muss ausgespachtelt werden, damit kein Schmutz in die Hohlräume gelangen kann.

Steinzeugfliesen

Die Fliesen nehmen nur wenig Wasser auf und sind durch die extreme Brenntemperatur weniger porös. Durch die Zugabe von Feldspat wird das Material wetterfest. Es werden hohe Erwartungen an Festigkeit, Belastbarkeit, Frostsicherheit und Säurebeständigkeiten gestellt, die aber in höchstem Maße erfüllt werden. Unglasierte Fliesen sind im Gegensatz zu den Glasierten Fliesen strapazierfähiger.

Cottofliesen

Cottofliesen sind fußwarm, schalldämmend, frostfest, regulieren die Raumluftfeuchte und verschleißen nicht. Die Fliesen dürfen glasiert aber nicht gewachst sein, falls gewachst, sind sie zwar pflegeleicht, aber dann nicht mehr in der Lage Wärme zu speichern. Unglasierte Fliesen sehen bei der Pflege optisch schön aus.

Feinsteinzeugfliesen

Die Fliesen sind sehr hart, daher eine hohe Abriebbeständigkeit und Druckfestigkeit. Weiterhin sind die Fliesen poliert, natur geschliffen, matt, geläppt, frostbeständig, bruchfest, chemisch beständig und rutschfest. Zudem nehmen sie kaum Wasser auf und können gut im Außenbereich verlegt werden. Das Zuschneiden mit einem Fliesenschneider erweist sich als sehr kompliziert. Geschliffene und polierte Fliesen nehmen leichter Schmutz auf. Mit einem kunststoffbasierten Kleber werden die Fliesen dann verlegt.

Keramikfliesen werden in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen verwendet, beispielsweise als Wandverkleidung, im Innen- und Außenbereich. Die keramischen Fliesen unterscheiden sich in der Wasseraufnahmefähigkeit, der Abriebfestigkeit, der Rutschsicherheit, der Säurebeständigkeit und der Fleckempfindlichkeit. Keramikfliesen können je nach Einsatzgebiet unterschiedlich groß sein. Ökologisch betrachtet braucht man sich keine Sorgen zu machen, da sie nach Anbringung keine Ausgasungen haben. Zu den keramischen Fliesen gehört auch Steingut, dieser ist allerdings durch die poröse Struktur nur im Innenbereich anwendbar.

Keramikfliesen reinigen

Bei der Erstreinigung muss der Bauschutt und Zementschleier entfernt werden, im Handel sind entsprechende Mittel hierfür erhältlich.

Glasierte Oberflächen sind besonders gut zu reinigen, deshalb können glasierte Fliesen gekehrt, gesaugt und nass gewischt werden. Reinigungsmittel wie Universalreiniger oder im Sanitärbereich gegen Kalkablagerungen wie saure Reiniger bieten sich hierfür an. Bedenken Sie aber, dass diese Reiniger Zementfugen angreifen, deshalb sollten sie vorgewässert werden. Mit Scheuermilch oder einem Ceranfeldschaber können starke Verschmutzungen entfernt werden.

Rutschhemmende Fliesen sollten vor der Nassreinigung gefegt und gesaugt werden, denn beim Wischen sind Haare nur sehr schwer zu entfernen. Von Zeit zu Zeit müssen die Fugen im Nassbereich gesäubert werden. Eine maschinelle Reinigung wie mit dem Hochdruckreiniger ist leicht zu bewältigen.

Unterhaltsreinigung kann man durch Saugen- Kehren und Nasswischen problemlos bewältigen. Steinzeugfliesen können mit Allzweckreiniger oder Alkoholreiniger gesäubert werden. Alkhalische oder saure Reinigungsmittel können bei Bedarf eingesetzt werden. Beachten Sie unbedingt die Angaben des Herstellers zur Unterhaltsreinigung, wenn die Fliesen imprägniert sind.

Für Feinsteinzeugfliesen können tensidfreie Reinigungsmittel und alkalische, saure Produkte verwendet werden. Durch Saugen oder Kehren werden grobe Verschmutzungen entfernt, anschließend erfolgt ein zweistufiges Nasswischverfahren. Optimal hierfür sind Mikrofaserbezüge für das Breitwischgerät, auch ein maschinelles Nasscheuern kann man gut durchführen.

Die Oberfläche von Steinzugfliesen und Feinsteinzugfliesen ist etwas porös, deshalb können hier leicht Verschmutzungen in die Oberfläche eindringen. Beim Fachhändler sind Intensivreiniger zur Reinigung des Grundbodens erhältlich. Bereits vorhandene Imprägnierungen müssen gegebenenfalls erneuert werden.