Fliesen auf Dielenböden verlegen

Die Verlegung von Keramikfliesen auf Dielenböden

30 Juli

Fliesen verlegenKeramikfliesen können, wie die meisten Fliesen, auf verschiedensten Bodenbelägen verlegt werden, so auch auf Holz, etwa auf einem Dielenboden.

Bei der Verlegung von Fliesen auf einem Dielenböden sollte allerdings flexibel aushärtender Kleber verwendet werden, damit der Boden mit den Fliesen ein gleichmäßiges Erscheinungsbild aufweist.

Massive Holzdielen sind sehr stabil, doch früher oder später ist auch dieser Bodenbelag verschlissen, insbesondere wenn die nötige Holzpflege nicht durchgeführt wurde.

Abgenutzte Holzbeläge sind meistens nur schwer zu reinigen und zu pflegen, weswegen Keramikfliesen die oftmals praktischere Alternative darstellen. Damit der keramische Bodenbelag auf den federnden Holzdielen aufgebracht werden kann, dürfen sich die alten Bretter bei Belastung nicht zu stark biegen lassen. Der Fließspachtel wird in der Regel in einer Schicht von 0,6 Zentimeter aufgetragen, woraufhin die Fliesen mit flexiblem Fliesenkleber auf dem Fußboden verlegt werden können.

Wenn der Dielenboden zu instabil erscheint, sollten zur Sicherheit Spanplatten mit einer Dicke von einem Zentimeter sowie umlaufender Nut und Feder fest auf dem Holz verschraubt werden. Darauf können die Keramikfliesen mit flexiblem Mörtel aufgebracht werden, wobei zu beachten ist, dass der Fugenmörtel flexibel aushärten muss.

Der Dielenboden gehört zu den ältesten Formen des Holzbodens und wird auch Schiffs-oder Riemboden genannt. Der Boden besteht aus massiven Holzbohlen und unterscheidet sich vom Parkett durch die großformatigen Holzelemente, die auch Dielen genannt werden. Früher schnitt man die Dielen aus der Mitte der Holzstämme mit der Hand, das übernahmen ab 1850 die Holzsägemaschinen.

Der Unterschied zwischen Lang-und Kurzdielen

Es gibt zwei Sorten von Dielen: die Lang- und Kurzdielen. Während die Langdielen an zwei Seiten gespundet sind, haben Kurzdielen eine zusätzliche Spundung (Verbindung zwischen Nut und Feder). Die Kurzdielen sind aufgrund ihrer Länge einfacher handzuhaben als Langdielen.

Welche Dielenböden gibt es?

Es gibt unterschiedliche Dielen, die aus verschiedenen Holzsorten gefertigt werden, beispielsweise Bambus- und Eichendielen, wobei die Eichendielen am beliebtesten sind. Besonders schön sehen die Dielen aus, die ihre Farbtöne aufgrund des Sonnenlichts verändern. Des Weiteren sind auch die sogenannten Landhausdielen bekannt. Bei diesen Dielen sitzt ein Blatt, auch Massivholzplatte genannt, auf dem Trägermaterial aus Holz.

Vorteile

Der Vorteil an Dielenböden ist, das sie sehr hygienisch, pflegeleicht, langlebig, abschleifbar, feuchtregulierend sind und eine gute Wärmedämmung besitzen. Da das Holz arbeitet können Fugen und Risse in den Dielen entstehen.

Nachteile

Der Nachteil an den Dielenböden ist, dass sie Schall-und Trittgeräusche übertragen, aufwändig zu verlegen sind und für den Nassbereich nicht geeignet sind. Für die Fußbodenheizung sind Dielenböden auch nur bedingt geeignet.

Vorbeugungsmaßnahmen

Damit der Dielenboden nicht quillt, sollte man eine PE-Folie installieren. Empfehlenswert wäre es, wenn man den Boden direkt mit Lack versiegelt, um eventuellen Schäden vorzubeugen. Auf Dauer kann man dem jedoch nicht entgegenwirken, da Holz nun mal im Laufe der Zeit das Aussehen verändert und sich bei hoher Beanspruchung auch verformen bzw. reißen kann.

Dielenböden pflegen

Schmutz und Dreck kann man schnell mit einem Staubsauger entfernen lassen. Besonders hartnäckige Flecken kann man mit einem nebelfeuchtem Wischtuch auf den Pelz rücken. Die Dielen sollte man ebenso wachsen, da sich Massivholz gelegentlich abreibt. Natürlich kann man die Dielenböden auch restaurieren, indem man sie abschleift und mit Öl und Lasur nachbehandelt. So erhält der Dielenboden eine Frischkur.